Süßes Kopfüber
Kopfüber seh ich die Welt
Umgekehrt ist sie so schal
Bin verloren im tiefen Ozean
Glaub nicht daran, glaub nicht daran!
Die Dinge sind falsch und zugleich so richtig
Wir haben die Wahl, endlose Qual
Ob ich richtig liege ist die Frage
Ich nehme es an!
Ein viertel Vernunft, der Rest ist Sahne;
Süßigkeiten, die die Welt vereinen
Lass es dir schmecken
Kopfüber schmecken sie besser!
Rot
Rot im Rauch, du bist gut zu erkennen
Schaust gut aus, verrenn dich nicht!
Halt dich frisch, oh, du weißt es ja!
Warum genierst du dich, warum für dich Sorge tragen?
Hätte mir ein Lächeln gewünscht
Bin ein Findelkind, so wie du!
Mach mich schick, so wie du!
Offensichtlich hast du deinen Taktstock verloren.
Komplimente sind wie Salzstreuer
Ich glaubte, du wärst ungesalzen
Wollte dir Gutes tun
Hab’s vertan, du warst nicht bereit.
Genier dich nicht,
Der Lippenstift tut MIR gut.
40
Du sitzt dort neben an, Ich in vierzig Jahren
Du gefällst mir auf den ersten Blick
So traurig und schön
So verzweifelt und gut
Jetzt weiß ich ein wenig mehr darüber
Aus welchem Grund ich mich hasse!
Heureka
Immersatt und niemals erfüllt
Mal so mal so, was ich mir nicht alles wünsche!
Alles und sofort, welch Illusion
Lass mir Zeit, ihr könnt mich mal!
Von euch zu gehen bedeutet Freiheit und Schmerz
Welcher Verlust, ihr habt ihn mir auferlegt
Welche Bürde, ich mach mich frei!
Endgültig muss ich zu mir stehen!
Aus und vorbei mit der Tradition
Enttäuschung ist eure Lüge
Ich enttäusche mich selbst, wenn ich eurer Lüge folge!
Heureka!
Falsches Lachen
Freu mich, wenn du lachst, keine Frage
Dahinter verbirgt sich eine unsterbliche Macht
Dein Lachen ist trotzdem hässlich, weil es in mir kracht
Ich verachte dich und hab eigentlich keinen Grund.
Der Schlund ist tief, deine Seele verkorkst
Du kannst nichts dafür
Ach, lach mir was vor!
Visionen
Vergiss nicht die Möglichkeit
Ohne sie wirst du sterben
Kümmerlich von Tag zu Tag
Sie besteht, glaube daran!
Koste die Träume und genieße fortan
Spontane Flausen sind Märchen
Es geht nicht zu Ende
So lange du es nicht wirklich willst!
Haar
Voller Neid bin ich
Du streichelst ihr Haar
Was würde ich geben für Beinah
Du lässt sie im Stich, es bleibt mehr übrig für mich!
Lass sie einfach gehen
Meine Arme sind bereits gespreizt
Ich vergöttere ihr Haar
Und Du hast es nicht einmal bemerkt!
Du hast sie nicht verdient,
Das weiß ich
Fehler kommen vor, ganz klar
Nicht in Ihrem Haar!
Der Lebenswind
Stolz tanze ich im Wind
Der Nacken ist zum Küssen da.
Die verbleibende Zeit eilt geschwind,
Ja, hier und dort, ich trage mich selbst.
Wofür die Segel setzen, erfreu mich am Leben
Schwebend, doch mit beiden Beinen auf dem Boden
Im Geringschätzen steckt der Teufel
Im Selbstverständlichen der Tod.
Allenfalls führe ich mich fort
Alles vergessen, doch nicht mich Selbst.
Die wertvolle Kost ist in dir, an dir, um dich!
Irgend jemand muss ja dafür Sorge tragen!
Der Wind.
