In mediterraner Stimmung zuhause

19 08 2011

Keine Reue

Dutzend, abermals dutzend Zeiten sind passé.

Die Hälfte winselt, die andere schweigt,

Gelebt ist verlebt, Ich halte mich daran.

Erlebt ist das was zählt!

Nichts möchte ich missen,

Nichts dazudichten.

Auch wenn es mir nicht immer leicht fällt!

Mit strammen Schultern vor den Pforten,

Ich weiß es, ihr wartet nicht,

doch habt ihr es je getan?

Accessoires

Schaut den Schmuck an;

Euch muss so furchtbar langweilig sein!

Mit diesem Zeug wollt ihr euch veredeln?

Ihr merkt nicht, dass ihr euch kastriert und kaschiert.

Kassieren und gewinnen,

So ein Trugbild.

Es ist nicht alles gut, was glänzt.

Wie jetzt?

Sag’ mir ganz ehrlich!

Hast du die Kontrolle verlorn’?

Deine Dorn’ sind lange her,

Den Teufelspakt geschworn’ und verlorn’?

Wie nah ich dir bin und doch so fern,

Schau nach links und wollte sterben,

Schau nach rechts und wollte für ewig leben.

Ich liebe fast alle und verachte so viel,

Es gehört wohl zum Spiel!

Immerdar, so oder so Vermissen im Vergessen.

Leicht und grau

Vom Sand umspült

Reingewaschen und durchwühlt

Geschüttelt und versetzt

Dem Boden entrissen, auf Reise geschickt.

Fortgetrieben und hingesetzt

Schlage Wurzeln, bin vernetzt

Illusion, du reisst mich weg

Hart wie ein Stein ergänze ich dich.

Hart wie ein Stein, mir bleibt keine Wahl

Deine Flut erfrischt und ersetzt

Von Ort zu Ort lasse ich mich treiben

Hart wie Stein,

Frisch gewaschene Fassade.

Sie

Höhen und Tiefen sind schmerzlich

Abtragen und füllen ist ehrlich

Sie sitzen da und dort

Kunst bleibt aus, es ist alles so verständlich.

Inhalt leeren und Leere befüllen

Bei so etwas waren sie immer schwach

Sie freuen sich, wenn die Straße geradeaus führt

Freude ist jedoch mit Tiefe verbunden!

Vor dem Ideal Inhalte zu verwerten scheuen sie sich

Sie würden gerne dazugehören und so tun als ob

Das poetische Lebensgesetz ist ihnen fremd,

Sie verwerten falsch und trennen nicht.

Sie kauen bloß und essen nicht,

Sie schauen bloß und fassen nicht,

Wollen greifen und begreifen nicht,

Höhe und Tiefe, das ist die einzige Pflicht!

Schöne Paare

Wo zur Hölle treffen sich die schönen Pärchen?

Sie trauen sich nicht vor die Tür

Sehen und gesehen werden

Davor haben sie vielleicht Angst?

Ich sehe nur dick und hässlich

Sie tragen schwer

Wo steckt Helena und Hektor?

Sie haben eine wuchtige Last zu tragen.

Anstatt mich zu beglücken, mich zu entzücken

Haben sie Angst mich zu ruinieren, mich zu malträtieren.

Ich danke euch, bleibt zu Haus.

Der Schrecken bleibt aus

Die Erinnerung braucht sich nicht zu verkriechen

Sie bleibt unvergleichbar,

Dankbar, Dankbar bin ich, und der Reiz bleibt aus!

Eher

Als Barfliege möchte ich mich nicht bezeichnen,

Eher als einen Schmetterling

Eher buntes Farbenspiel

Eher Güte und Zuversicht

Eher Palme statt Tanne

Eher robust als Ruine

Eher Sammlung als Auflösung

Eher blau als weiß

Eher Schiff als Gestrandeter

Eher Schilf als Morast

Eher Ufer als Sumpf

Eher Ich anstatt Wer!


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